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Eine mitreißende Fußball-Story - das erste Buch über
"Turbine Potsdam"

 

worum gehts | die entstehung des buches | leseproben

 

Klicken Sie bitte auf ein Kapitel des Inhaltsverzeichnisses für die entsprechende Leseprobe.

 

Inhalt:

 

Eine Schnapsidee

Der Zettel an der Wandzeitung

Die gefälschten Papiere

Go west

Trainersuche

Moskau - Potsdam und zurück

Horst aus Hannover - kein Weg zu weit

Der lange Weg nach Potsdam

Einmal Amerika und zurück

Die Tränen der Viola O.

Easy Going

Heinis Heimkehr

Ein Zettel an der Wand

 

 

Horst aus Hannover - kein Weg zu weit

 

Horst Feuchter, der nun nur noch Gelegenheitstaxifahrer, ging in seiner neuen Aufgabe als Mannschaftsbetreuer bei Fortuna Sachsenross voll auf. Außerdem kam er rum in Deutschland, sah Orte, die er ansonsten womöglich nie besucht hätte. Was sollte Horst Feuchter zum Beispiel in Potsdam?!

Am 26. Februar 1995 musste er hin. Fortuna Sachsenross spielte bei Turbine. Die Potsdamerinnen waren in dieser Saison gerade in die Bundesliga aufgestiegen, hatten in ihrem aller ersten Spiel eine richtige Klatsche gekriegt und auch danach nicht viel gewonnen, stellten also dementsprechend keine sonderlich große Herausforderung dar. Sowieso herrschte damals noch vielerorts die Meinung vor, im Osten könne gar kein richtiger Fußball gespielt werden. Zugegeben, besonders schön war das Spiel im Karl- Liebknecht- Stadion wirklich nicht. Noch mehr erzürnte Horst Feuchter aber das Ergebnis. Nur ein 2:2 Unentschieden, eine riesige Enttäuschung für alle vom FSV.

Zu der damaligen Zeit war es noch üblich, dass die Gastgeber die Gäste nach dem Spiel zu Kaffee und Kuchen einluden. Horst Feuchter stapfte also, noch immer sauer über das Ergebnis, grimmig in den Clubraum von Turbine. Nach nur wenigen Minuten stürmte er aber wutschnaubend wieder raus. So etwas hatte er nun wirklich noch nie erlebt. Der Kaffe dünn, der Kuchen trocken. Eine Frechheit. Nichts, wie weg.

In der nächsten Saison, Turbine hatte als Tabellensechster genauso sicher wie überraschend die Klasse gehalten, traf man sich wieder. Diesmal allerdings in Niedersachsen. Horst Feuchter stand gerade mit anderen Experten gemeinsam am Bierausschank und fachsimpelte über Fußball im allgemeinen und Fortuna Sachsenross im speziellen. Plötzlich wurde er von einer harten Hand an der Schulter gepackt und herumgerissen. Die anderen Experten sprangen entsetzt zur Seite. Horst Feuchter ließ vor Schreck sein Bier fallen (Na, Super!!). Vor ihm stand ein Mann mit puterrotem Kopf und brüllte ihn an: "Was erzählst Du, Dir hat unser Kuchen nicht geschmeckt? Du bist nur nichts Gutes gewohnt. Das war hausgebackener Kuchen. (Pause) Dass mit dem Bier tut mir leid, kriegst in Potsdam ein neues." Genauso schnell, wie der Mann gekommen war, verschwand er auch wieder. Auf seinem Trainingsanzug stand übrigens Turbine Potsdam. Dieser Mann war Trainer Bernd Schröder.

 

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