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Eine mitreißende Fußball-Story - das erste Buch über
"Turbine Potsdam"

 

worum gehts | die entstehung des buches | leseproben

 

Klicken Sie bitte auf ein Kapitel des Inhaltsverzeichnisses für die entsprechende Leseprobe.

 

Inhalt:

 

Eine Schnapsidee

Der Zettel an der Wandzeitung

Die gefälschten Papiere

Go west

Trainersuche

Moskau - Potsdam und zurück

Horst aus Hannover - kein Weg zu weit

Der lange Weg nach Potsdam

Einmal Amerika und zurück

Die Tränen der Viola O.

Easy Going

Heinis Heimkehr

Ein Zettel an der Wand

 

 

Go west

 

Das neue Jahr hatte kaum begonnen, da ging es für Jaqueline Seyde und die anderen Turbine- Frauen richtig los. Am 5. Januar 1990 durften sie vor 8000 begeisterten Zuschauern in der Deutschlandhalle spielen. Im Rahmen des traditionellen Männer Turniers wurden die Trainingskolleginnen vom V.F.B Lichterfelde mit 6:4 besiegt. Dem ersten gesamtdeutschen Achtungszeichen folgte nur einen Tag später das zweite und das war noch viel bemerkenswerter. Beim Ladies- Cup in Hagen/ Westfalen gewann Turbine gegen die gesamte westdeutsche Frauenfußballelite und damit das Turnier. Für Bernd Schröder hatte dieser Erfolg jedoch, wie bei Medaillen üblich, zwei Seiten. Natürlich war es für den DDR- Trainer eine besondere Genugtuung und die 800 DM Siegprämie durften auch nicht unterschätzt werden. Andererseits begannen sich aber spätestens jetzt die westdeutschen Manager verstärkt für seine Spielerinnen zu interessieren. Und kaum war die Siegerehrung vorbei, fing der Ärger auch schon an. Kontakte wurde geknüpft, Versprechungen gemacht, Angebote unterbreitet. Bernd Schröder konnte gar nicht so schnell kucken, wie seine Spielerinnen in irgendwelchen Ecken verschwunden waren. Er befürchtete schlimmstes. Zwei Stunden später aber, saßen alle Frauen wieder in den zwei Kleinbussen nach Potsdam und dabei hatten die Veranstalter der Turbine- Mannschaft eine kostenlose Übernachtung angeboten, doch die Angst, dass Spielerinnen abspringen und einfach dableiben würden, war einfach zu groß. Sie hatten den Offerten widerstanden, fürs erste. Zu Hause angekommen, bedankte sich Bernd Schröder bei all seinen Spielerinnen für die gezeigten sportlichen Leistungen und auch dafür, dass sie ihm und dem Verein die Treue gehalten hatten. An diesem Tag hieß der Sieger noch Turbine Potsdam, doch Bernd Schröder ahnte bereits damals, dass er den Kampf um seine Spielerinnen auf Dauer nicht gewinnen konnte.

 

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