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Eine mitreißende Fußball-Story - das erste Buch über
"Turbine Potsdam"

 

worum gehts | die entstehung des buches | leseproben

 

Klicken Sie bitte auf ein Kapitel des Inhaltsverzeichnisses für die entsprechende Leseprobe.

 

Inhalt:

 

Eine Schnapsidee

Der Zettel an der Wandzeitung

Die gefälschten Papiere

Go west

Trainersuche

Moskau - Potsdam und zurück

Horst aus Hannover - kein Weg zu weit

Der lange Weg nach Potsdam

Einmal Amerika und zurück

Die Tränen der Viola O.

Easy Going

Heinis Heimkehr

Ein Zettel an der Wand

 

 

Die gefälschten Papiere

 

Die Ausnahmestellung der Potdamerinnen hatte sich mittlerweile auch in den anderen Frauen Fußball Nationen Europas herum gesprochen und so kam es, wie es kommen musste. Die BSG Turbine wurde zu internationalen Turnieren eingeladen. Mal kam ein Schreiben vom PSV Eindhoven aus Holland, dann bat Inter Mailand nach Italien. Nur kamen diese lukrativen Anfragen nie in Potsdam an. Die Briefe mussten an den DTSB gerichtet werden und in Berlin verschwanden sie dann schnurstracks im Panzerschrank oder gleich im Papierkorb. Natürlich wurden diese Reisen von den Funktionären untersagt, denn Freizeitsportler durften nun mal nicht ins kapitalistische Ausland fahren. Sie wurden nicht einmal über die Angebote unterrichtet. Das hätte nur unnötige Begehrlichkeiten wecken können. Erst nach der Wende erfuhren sie in Potsdam, wohin sie alles hatten nicht fahren dürfen. Aber zum Glück gab es ja noch die Bruderländer. Auch in Polen, Ungarn und der CSSR erlebte der Frauenfußball in der 80er Jahren einen enormen Aufschwung. Das Problem bei den Turnieren im Osten bestand allerdings darin, dass auch Mannschaften aus dem Westen eingeladen wurden. Damit waren diese Reisen für Bernd Schröder und seine Turbinen auch erst mal gestorben. Doch der Trainer hatte eine Idee. Er bat 1985 die ungarischen Veranstalter, doch bitte eine neue Einladung zu schicken, und dabei einfach andere Teilnehmer aufzuschreiben. Statt Landhaus Wien hieß der Gegner dann beispielsweise Levski Sofia und aus dem Partizan Zagreb wurde Sparta Prag. Der Trick funktionierte. Die verbesserte Einladung kam, wurde dem DTSB vorgelegt und Turbine Potsdam durfte fahren. Zu der Fußball Reisegruppe gehörte allerdings auch ein hoher Parteifunktionär, der darauf achten sollte, dass politisch alles mit rechten Dingen zugeht. Ging es natürlich nicht. Der Genosse tobte. Aber Turbine durfte spielen auch gegen Wien und Zagreb. Zurück in Potsdam wurde der parteilose Schröder sofort zur Parteileitung gerufen. Dort musste er dann genauestens Bericht erstatten. Wer, wann, gegen wen gespielt hatte und wo, um alles in der Welt, plötzlich die nichtsozialistischen Mannschaften hergekommen wären. Er wurde gemaßregelt und international für ein Jahr gesperrt. Das gleiche galt auch für seine Spielerinnen. Nach Ablauf der Sperre kam wieder eine Einladung…

 

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